Fabel® - GfG-Familienbegleitung® Start

 

1997 rief die GfG die Idee ins Leben, ein umfassendes Curriculum zur Familienbegleitung im ersten Lebensjahr zu entwickeln. Vorausgegangen war die Erkenntnis, dass viele junge Familien in der schwierigen Umbruchzeit nach der Geburt des ersten Kindes großen Bedarf an Unterstützung und Begleitung haben. Die Curriculumgruppe, in der viele GfG-Ausbilderinnen mitarbeiteten, konnte auf große Fachkompetenz und reichhaltige Erfahrung mit fruchtbarer interdisziplinärer Zusammenarbeit zurückgreifen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) förderte 1997/98 sowohl die Entwicklung und Erprobung als auch in der Folgezeit die Anwendungsphase des Curriculums: Weiterbildung zur / zum GfG-FamilienbegleiterIn. Von 1998 bis 2000 wurde das Curriculum in unterschiedlichen Kursangeboten an verschiedenen Orten praktisch erprobt und sowohl in der Entwicklungsphase als auch in der Erprobungs- und Anwendungsphase vom Institut „Frau und Gesellschaft“ bzw. der Technischen Universität Braunschweig, Institut für Sozialwissenschaften, wissenschaftlich begleitet. Die Evaluatorinnen bewerteten das Kursprogramm als sehr praxisnah und hilfreich.

Seit 2008 entwickelt die GfG -wiederum begleitet und unterstützt durch die BzgA- das Curriculum weiter. Gesellschaftlichen Veränderungen wird Rechnung getragen, indem die Lehrinhalte durch neue Inhalte ergänzt und erweitert werden. Ein Konzept für die Weiterbildung zum GfG-Väterbegleiter wird derzeit in enger Zusammenarbeit mit Volker Baisch, dem Geschäftsführer der Väter gGmbH, Hamburg entwickelt. Kooperationen mit Mehrgenerationenhäusern werden in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ auf- und ausgebaut und regional Fabel®-Kurse auch als frühe Hilfe etabliert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Weiterbildung von Migrantinnen zur GfG-Familienbegleiterin®. Während des bisherigen Prozesses ist klar geworden, dass Kursangebote für Familien, die durch sprachliche und / oder finanzielle Benachteiligung seltener an Familienbildungsangeboten teilnehmen, eher Erfolg haben, wenn durch die Kursleitung keine zusätzlichen sprachlichen und kulturellen Barrieren entstehen.